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aw 17-02-10

Lieber Leser,

wir hoffen, dass Sie die wichtigsten Fragen zur solar elektrischen Warmwasser-bereitung hier finden.  Falls nicht, wenden Sie sich bitte an uns: info@awasol.com


1. Planung
1.1. Wie funktioniert die SELACAL-solar elektrische Warmwasserbereitung?

Die PV- Solarmodule auf dem Dach liefern den Strom um den Speicher aufzuheizen. Der Regler SELACAL control transferiert den Solarstrom auf 230 V DC und speist ihn in den kompakten Elektrospeicher ein. Die Stromeinspeisung ist komplett vom Stromnetz getrennt.

Wird die max. Speichertemperatur erreicht, schaltet der Regler die Energiezufuhr ab.

 
1.2. Wieviele  Module können angeschlossen werden?

Das SELACAL-Solarsystem kann mit einer Solarstromspannung von ca. 60 bis 200 V Gleichstrom betrieben werden. Max. Einspeiseleitung: 1000 W. Typischerweise können daher 2, 3, 4 oder auch 5 Solarmodule mit jeweils ca. 250 Wp in Reihe geschaltet werden. Bei mehr als 1000 W Solar Input regelt der SELACAL control die Einspeiseleistung auf 1000 W herunter. Eine Mehrleistung bei 5 Modulen

von über 1000 W kommt aber sehr selten vor, sodass die energetischen Einbußen gering bleiben.


1.3. Was passiert mit Solarüberschüssen?

Wie bei solarthermischen Solaranlagen wird die Energiezufuhr zum Speicher bei Erreichen der max. Temperatur unterbrochen. Eine Überhitzung von Speicher oder Solarmodulen ist dabei ausgeschlossen.


1.4. Wo liegen die Auslegungsgrenzen beim Warmwasserbedarf?

Die SELACAL-Solarspeicher sind von 120 bis 200 l lieferbar. Dementsprechend reicht der Warmwasserbedarf von ca. 80 bis 170 l/Tag, entspr. 2 bis ca. 5 Personen, je nach Gebrauchsgewohnheiten. Max. Warmwasserdurchfluss ca. 12 l/min. Der SELACAL Speicher wird typischerweise mit höheren Temperaturen betrieben, als eine solarthermische Anlage, da keine zusätzlichen Solarkreis-Wärmeverluste auftreten.  

  

1.5. Wieviel Platz benötige ich für Speicher und PV-Modulfeld?

Die Selacal-Speicher werden an der Wand befestigt und von unten angeschlossen.

Typische Abmessungen sind 50 oder 60 cm Durchmesser und 1 bis 1,5 m Höhe (siehe techn. Info).

Die Solarmodule sind ca. 1 x 1,65 m groß. Je nach Bedarf werden ca. 3 bis 5 nebeneinander oder paarweise übereinander angeordnet.


1.6. Welchen Aufstellwinkel für die Solarmodule soll ich wählen?

Anders als bei der PV-Netzstromeinspeisung ist eine etwas steilere PV-Modulaufstellung vorzuziehen. Denn im Hochsommer ist eher mit Überschüssen zu rechnen, sodass der Aufstellwinkel in Deutschland mit ca. 30 bis 45° eher für die Übergangszeit optimiert werden sollte.


1.7. Wie funktioniert die Nachheizung?

Wenn im Haus zB. eine Gasheizung vorhanden ist, ist in der Regel eine Nachheizung über diesen Kessel zu empfehlen. Dafür eignet sich Selacal 150 oder 200 HX mit integriertem Wärmetauscher.

Ansonsten haben die SELACAL-Speicher auch eine elektrische Nachheizung. Sie heizt den Speicher nach, wenn in der Speichermitte die gewünschte Warmwasser-Temperatur unterschritten wird..


1.8. Werden die Legionellen-Richtlinien erfüllt?

Wegen der kompakten Speicherbauweise (unter 400l) und den meist kurzen Wege zu den Zapfstellen (weniger als 3 l Rohrinhalt) sind in der Regel keine zusätzlichen technischen Maßnahmen erforderlich.  

Wegen der häufig recht hohen Betriebstemperaturen bis zum Speicherboden wird generell eine Legionellenvermehrung unterbunden.


1.9. Wie funktioniert der Speicher-Korrosionsschutz?

Die SELACAL-Solarspeicher sind Stahlbehälter, die schutzemailliert werden. Sie verfügen über zwei Mg-Schutzanoden, die zusätzlichen Korrosionsschutz bieten. Darüber hinaus kann über die Mg-Schutz-Anzeige, die Funktionsfähigkeit überprüft werden.


1.10. Ist eine Warmwasserwärmepumpe mit PV-Modulen effizienter?

Eine Warmwasser-Wärmepumpe läuft im Taktbetrieb. Das heißt, bei Wärmebedarf werden ca. 250 W Konstant-Leistung benötigt. Die Solarmodule liefern jedoch sehr unterschiedliche Stromleistungswerte.

Die Überschneidung von momentaner Solar-Leistung und Energiebedarf ist sehr gering, sodass kaum Solarstrom für die Wärmepumpe gebraucht wird.

Das Selacal-Solarsystem dagegen nutzt sämtliche Solarenergie, egal bei welcher Einstrahlung (bis 1000 W). Und erst wenn der Speicher aufgeladen ist (max. 85°C) schaltet der Regler ab.


2. Anwendung

2.1. Für wieviel Personen reicht SELCAL aus?

Je nach Speichergröße und pers. Warmwaserbedarf können etwa 2 bis 5 Personen versorgt werden (Siehe auch 1.4.)


2.2. Was spare ich ein?

Je nach Standort und Warmwasserbedarf kann ich in Deutschland ca. 55 bis 60 % des Warmwasserenergiebedarfs einsparen (siehe techn. Infos).


2.3. Was mache ich mit der Anlage bei langer Abwesenheit?

Auch bei längerer Abwesenheit sind im Normalfall keine besonderen Maßnahmen zu beachten. Lediglich bei hohem Kalkgehalt im Leitungswasser empfiehlt es sich die max. Speichertemperatur abzusenken, um die Kalkabscheidung zu verringern. Die Solarmodule können selbst im Hochsommer einen Stillstand problemlos vertragen.


2.4. Wie lange hält eine SELACAL-Anlage?

Das SALACAL-System hat keine bewegten Teile und besteht aus hochwertigen Bauteilen. Bei regelmäßiger Überwachung insbesondere des Speichers ist mit einer Lebensdauer von über 20 Jahren zu rechnen.


2.5. Was mache ich bei hohem Kalkgehalt im Trinkwasser?

Hoher Kalkgehalt im Leitungswasser von über ca. 12° dH führt zu höheren Kalk-Ablagerung an den Heizelementen. Da sie im SELACAL-Speicher aber emailliert sind, fällt die Kalkanhhaftung aber geringer aus. Ggfls. sollte ab und zu eine Entkalkung der Heizstäbe erfolgen. Bei sehr hohem Kalkgehalt empfiehlt sich ggfls. ein Trinkwasserausdehnungsgefäß, um Krustenbildung und Undichtigkeiten am

Sicherheitsventil zu vermeiden.


2.6. Lohnt sich der WW-Anschluß an Geschirrspüler / Waschmaschine?

In der Regel ja. Wichtig sind kurze Leitungswege zu den Verbrauchern, da die  Warmwasser-Zapfmengen in mehreren kleinen Zyklen erfolgen und die Abkühlung in der  Rohrleitung berücksichtigt werden muss. Geschirrspüler können direkt angeschlossen werden, Waschmaschinen über ein Waschmaschinen-Vorschaltgerät, damit nur die warmen Waschgänge mit WW gespeist werden.


2.7. Wo kann ich Speicher und Regler installieren?

Durch die kompakte Wandmontage lässt sich der Speicher auch in engen Kammern installieren. Der Regler wird vorzugsweise am Speicher angebracht, alternativ kann er auch an der Wand befestigt werden (Kabelbaumlänge berücksichtigen).


3. Installation

3.1. Wie aufwändig ist die Installation?

Die Montage besteht aus drei Abschnitten:

- PV-Modulmontage zB. auf dem Dach,

- Speicherbefestigung, Anschluss an Wasserleitung u. Abblaseleitung,

- Elektroinstallation PV-Modul-Kabel zum Speicher und Netzanschluss.

Im Vergleich zu Solarthermieanlagen entfallen viele Montageschritte, wie Solarverrohrung u. Isolierung. Für die Wasserinstallation gibt es kompakte Sicherheitsgruppen, die den Anschluss erleichtern.

  

3.2. Ist bei der kompakten Bauweise genug Platz für einen Brauchwassermischer?

Ein Brauchwassermischer stellt die Warmwasser-Zapftemperatur automatisch auf einen gewünschten Wert ein. Da die Speichertemperatur sehr unterschiedlich sein kann, bietet solch ein Mischer einen hohen Warmwasserkomfort.

Speziell für wandhängende Speicher gibt es spezielle Sicherheitsgruppen mit Brauchwassermischer, die kompakt am Speicher angeschraubt werden können.  


3.3. Wie schließe ich die Sicherheitsgruppe an?

Die Sicherheitsgruppe wird im Zulauf eines Warmwasserspeichers angeschlossen, um ihn gegen Überdruck abzusichern und gegen Infizierung durch Sogeffekte zu schützen.

Je nach länderspezifischen Anforderungen reicht ein kleines Kombi-Sicherheitsventil aus (Standardausstattung im Speicherzubehör) oder es ist eine Sicherheitsgruppe nach EN 1567 erforderlich (siehe Zubehör in der Preisliste). Während des Speicherbetriebs kann am Sicherheitsventil Wasser heraustropfen. Daher ist das Ventil an einen Abfluss mit Syphon anzuschließen.   


3.4. Welcher Kabelquerschnitt für den Solarstrom?

Die max. Solarleistung der SELACAL-Anlage beträgt 1000 W. Dafür bietet sich der sehr flexible Kabelquerschnitt von zwei mal 2,5 mm² an. Die Anschluss-Stecker am Regler sind dafür vorgesehen.

Unterschiedliche Kabelfarben für plus und minus erleichtern eine sichere Verpolung am Speicher.   


4. Umwelt / Ökologie

4.1. Wieviel CO2 spare ich ein?

Je nach Standort und Auslegung spart eine SELACAL-Anlage in Mitteleuropa bis zu ca. 1300 kWh/a ein. Das sind verglichen mit Strom 780 kg CO² pro Jahr und verglichen mit einer Gasheizung 338 kg CO² pro Jahr. Am Standort Rom beträgt die Einsparung bis zu 1155 kWh/a bzw  693 statt 500 /kg pro Jahr. (siehe auch „SELACAL-Solar-anlagentest“)


 4.2. Wie hoch ist die energetische Amortisation?

Die energetische Amortisation von polykristallinen Solarmodulen liegt bei 1,5 bis 2 Jahren und damit leicht über der von Sonnenkollektoren. Bei der Betrachtung der gesamten Anlage gleicht sich der Unterschied wieder aus, da SELACAL mit deutlich weniger Zusatzmaterial auskommt.


4.3. Wie kann ich die Effizienz meiner Anlage überprüfen?

Der Regler SELACAL control zeigt die aufaddierten kWh an, die die Solarmodule in den Speicher eingespeist haben. Dieser Wert entspricht relativ genau den Netto-Einsparungen, verglichen mit einem konventionellen Warmwasserspeicher (abgesehen von den leicht höheren Wärmeverlusten durch Speicherübertemperatur im Sommer).

Teilt  man die Nettoeinsparung durch den Wirkungsgrad zB. eines Gaskessels (zB. 75%  nach DIN EN 12975) dann erhält man die Brutto-Energieeinsparung (gesparter Brennstoff).


4.4. Welche Nachheiz-Energie ist zu empfehlen?

Wenn ein moderner Heizkessel im Haus vorhanden ist, empfiehlt sich in der Regel den SELACAL-Speicher damit zu kombinieren. Ansonsten steht auch eine elektrische Nachheizung zur Verfügung.


4.5. Energy/ ECO – Labelling gefordert?

Ab Sept. 2015 wird europaweit ein Energie-Labelling für Wassererwärmer eingeführt. Allerdings hat der Gesetzgeber noch viele Lücken in den Ausführungsverordnungen gelassen. Demnach werden nur solche Wärmeerzeuger gelabelt, für die es eine entsprechende technische Regelung gibt. Derzeit ist noch offen, wie sie für Thermosifon Anlagen sowie für solar elektrische Warmwassersysteme aussehen

werden.

SELACAL Solar System Frequently asked questions (FaQ)